Kirche

Kirchenwahl – Gottesdienst und Musik:

Nicolai und ich treten bei der Kirchenwahl am 1.12.2019 für den Gesprächskreis Kirche für morgen im Wahlbezirk Kirchheim/Nürtingen an. Wir wurden bei gebeten auf sechs Fragen zu Antworten. Die drei Kategorien: „Kirche im Alltag“, „Digitalisierung neue Medien“ und „Gottesdienst und Musik“. Dieser Beitrag ist der zweite Teil der Antwortserie.

Wie wollen Sie den Gottesdienst für junge Leute attraktiv machen?

Ehrliche Antwort? Braucht es den Gottesdienst noch? Zumindest so wie wir ihn kennen? Mir Orgel, Sonntagmorgens und mit Themen, die nicht wirklich zur Zielgruppe passen? Das machen Pfarrer ja nicht aus Absicht. So ein Gemeindegottesdienst muss die Zielgruppen 14-90 Jahre abdecken. Es ist schlicht unmöglich, das zu schaffen. Es braucht also andere Zeiten, andere Formate, andere Formen und andere Gebäude um gemeinsam Gott zu begegnen. Und diese neuen Formen und Formate sind gleichberechtigt zum klassischen Sonntagmorgengottesdienst. Junge Menschen brauchen in unserer Kirche Heimat. Aber Heimat muss zu einem passen. Damit diese Heimat wahr werden kann, fordern wir als Kirche für Morgen 10% für Innovationen. Also von Geld, Arbeitszeit und Sachmitteln. Diese 10% müssen wir nutzen um diese neuen Dinge auszuprobieren. Damit wir Teens, Jugendliche, junge Erwachsene und junge Familien erreichen mit dem was sie gerade brauchen. Denn wenn uns die Zukunft unserer Kirche nicht mindestens 10% wert ist, dann kann der Letzte irgendwann das Licht ausmachen.

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Moderne Musik im Gottesdienst? Welche Rahmenbedingungen müssen dafür geschafft werden?

Ganz klares JAAAAA von Kirche für morgen dazu. Dieser Punkt war sogar einer der Gründe, warum sich Kirche für morgen überhaupt gegründet hat. Wir wollten und wollen mehr musikalische Vielfalt in den Gottesdiensten!!!! Damals hättet ihr mal das Gesicht der Menschen aus den anderen Gesprächskreisen sehen sollen: Wie? Ihr wollt, dass es gleichberechtigt neben der Orgel auch andere Musikstile im Gottesdienst geben soll? Ihr wollt tatsächlich diese Popsongs im Gottesdienst spielen? Ja, das wollen wir, von ganzem Herzen schlägt unser Herz bei Kirche für morgen für eine Gleichberechtigung unterschiedlicher Musikstile im Gottesdienst, mehr musikalische Vielfalt und mehr Qualität bei Sound und Technik in Kirchenräumen. Inzwischen werdet ihr hier auf diesen Seiten das so ähnlich auch bei den anderen Gesprächskreisen lesen. Glaubt uns, das war ein langer Weg bis wir sie soweit hatten😊 und wir verbuchen das als Kirche für morgen als Erfolg unserer Arbeit in der Synode.  Wir wären aber nicht Kirche für morgen, wenn wir uns darauf ausruhen würden. Weil wir glauben, dass der Musikstil wesentlich dafür verantwortlich ist dafür, ob Menschen sich in einem Gottesdienst zuhause fühlen bohren wir hier weiter nach und setzen uns weiter dafür ein, dass die Popularmusik im Gottesdienst einen ebenso hohen Stellenwert bekommt wie die traditionelle Kirchenmusik und dass beide Richtungen sich gegenseitig anerkennen. Zur Qualifizierung und Professionalisierung christlicher Popularmusik wollen wir in Ausbildungsgänge und Anstellungsmöglichkeiten für christliche Popularmusiker*innen investieren. Dazu gehört für uns der Aufbau einer kirchlichen Popakademie mit Studiengängen zur Pop-Kantorin bzw. zum Pop-Kantor, sowie die dauerhafte Einrichtung von Stellen zur Qualifizierung von Musik und Lobpreisteams.

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