Gedanken

Ein gutes Jahr

Nachdem Facebook mir schon mein Jahr zusammengebaut hat (und ich erstaunt war was alles gefehlt hat) nun hier mein Jahresrückblick auf das was war. Ende 2013 hab ich Wünsche an 2014 gerichtet. Diese hab ich neulich noch einmal angeschaut und durfte feststellen: einiges davon ist tatsächlich erfüllt worden. Anderes kam dazu was ich mir gar nicht hätte wünschen können. Also Augen auf und Blick zurück:

Januar & Februar

2014 begann für mich mit einem Paukenschlag. Genervt und schockiert von so vielen unreflektierten Äußerungen rund um das Thema Homosexualität sorgen dafür, dass auch ich meine Meinung dazu kundtat. Und zwar aus einer ganz persönlichen Perspektive. Das Ergebnis waren zwei sehr wilde Monate voller höflicher, netter und unterstützender Messages sowie verstörender Nachrichten von Menschen, die ich gar nicht konnte und die „nur mal ihre Meinung kundtun wollten“ (Stichwort: „Ich hab nichts gegen Schwule, aber…). Auf diesen Blog konnte man vieles davon nachlesen. Auch wie das EJW damit beschäftigt war dieses Thema zu bearbeiten. Jetzt Ende des Jahres bin ich froh darüber, dass es in der Zwischenzeit auch wieder andere Themen in meinem Leben gibt.

Aus dem roten Auto wurde ein schwarzes Auto. Mehr Zufrieden, mehr Fahrspaß, mehr Technik die begeistert…

März & April

Der März war eher unspektakulär wenn auch nicht weniger anstrengend. Ein Projekt hetzte das nächste und doch war ein Satz zentral: „… Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin …“ – Theo mein Patenkind wurde getauft. Ein toller Tag im schönen Tübingen. Ein kleiner Strahlemann der seine Umwelt einfach glücklich macht.

Zwischendurch wurde im Bergheim Unterjoch noch Bergfest gefeiert und am 31.3. landete ich schließlich in regnerisch-kalten und stürmischen San Francisco. „Ganz ungewöhnlich für SFC“ sagten alle. Wir (Tobi, Manu, Thilo und ich) haben unsere Woche im etwas kälteren SFC trotzdem genossen. Benne, Rolf und Natalie kamen schließlich noch nach und es ging Richtung L.A. mit den Rädern. Danach weiter nach Las Vegas und dann zurück nach SFC. Wenn ich mir die Bilder so durchschaue bin ich wirklich beschenkt worden so viele tolle Flecken zu sehen. Urlaubsbilder die ich heute noch genieße.

Mai & Juni

Nach einem Monat Urlaub kommt man gerne wieder ins Büro. Vor allem wenn gleich re:publica ansteht und ich mit Thomas drei coole Konferenztage in der STATION von Berlin genießen durfte. Viel neues lernen, Ideen sammeln und nebenher #digitalkram gründen. Wenigstens von der Idee her. Wirklich gegründet haben wir (Jonas, David, Thomas und ich) uns erst Ende Juni im Whirlpool von Thomas. Ende Mai folgte ein verlängertes Wochenende in Hamburg. Passenger umsonst und draußen erlebt und mehrere Stunden mit dem Boot durch die Hansestadt gefahren. HH I <3 Y.

Im Juni folgte der große Geburtstag: die 30. Fasst hätte er nicht stattfinden können, da ich bei der Vorbereitung zusammen mit einer Kiste Sprudel die Kellertreppe runterflogen bin. Schutzengel gehabt – zwei Narben sind das einzige was davon übrig blieb. Der Tag selbst im schönen Tübingen war gigantisch: leckere Burger, tolle Menschen, gigantische Deko (Danke Angie) und eine eigene Apple-Keynote für mich. Das Fazit: die 3 ist auch nur eine Zahl – man ist so alt wie man sich fühlt.

Juli & August

Der Juli zeichnet sich eigentlich hauptsächlich dadurch aus, dass alle Kollegen ihre Projekte vor den Sommerferien fertig bekommen wollen. Eine Hektik dir nur 2x im Jahr auftritt: vor den Sommer- und den Weihnachtsferien. Mitte Juli für ein verlängertes Wochenende in Istanbul gewesen. Meine Patentante hatte es mir zum Geburtstag geschenkt. Ein toller Einblick in eine Kultur die ich sehr mag. Auch hier gibt es Bilder zu bewundern.

Mein Opa – genannt Ähne – verstarb dann Ende Juli etwas überraschend. Ich bin so froh ihn 30 Jahre erlebt zu haben. An meinem Geburtstag war er noch dabei und hat bis zum Schluss durchgehalten! „Maybe someday I’ll fly with you“

Nebenher noch die Freizeit vorbereitet und schon ging es am ersten Ferienwochenende mit 3 Kleinbussen, 18 Teilnehmern und 6 Mitarbeitern nach Norwegen. Eine Woche Rundreise durch Fjorde, vorbei an Stabkirchen und natürlich auf den Preikestolen. Dann eine Woche im Haus – es hat nur geregnet. Das hat der Stimmung aber nicht geschadet. Die Kamera war immer im Anschlag und auch hier bin ich beeindruckt wo ich überall schon vorbeischauen durfte auf diesem Planeten.

September & Oktober

Zwei Monate irgendwie unangenehm anstrengend. Wirklich viel zu berichten gibt es nicht. Ich war fleißig jede Woche laufen und hab mir damit einen gesunden Ausgleich gegeben. Theologisch wurde auf den Studientagen mehr schlecht als recht über das Thema Homosexualität gesprochen. Aber kann ja auch nicht dauernd was passieren im Leben… Dafür gab es mal wieder lecker Essen in der WG meiner #digitalkram-Jungs – ach und über Parship hab ich ein bisschen geschimpft…

November & Dezember

Irgendwie wir es jedes Jahr schneller Weihnachten als man denkt. Der November raste an mir vorbei. War auch ne Woche krank. Hab mein erstes Blockseminar gehalten und festgestellt: irgendwie muss sich jobmäßig mal was verändern. So wie das letzte Vierteljahr macht es eigentlich kein Spaß mehr. Diese Erkenntnis was nicht ganz neu – aber sie wurde im November deutlich spürbar. Im Dezember kam dann ein überraschender Anruf, der dieses Problem wohl aufgreifen wird. Dazu aber im neuen Jahr dann mehr..

Den Dezember hab ich genutzt um 20 Menschen einen kleinen Brief zu schreiben. Adventskalender einmal andersrum. Ich hab mir überlegt wem ich eigentlich dankbar sein sollte. Wer hat mich dieses Jahr begleitet und ist mir wichtig geworden. 20 handgeschriebene Karten ist für jemand der nie einen Stift bei sich hat wirklich anstrengend ;). 3 SMS-Porto und viele Karten später wurde es Weihnachten und ich hab hoffentlich ein paar Menschen eine Freunde gemacht. Heute beginnt nun eine kleine Silvesterfreizeit an der Küste. St. Peter-Ording wir kommen. 7 Tage an der Küste mit 30 anderen. „Urlaub teilen“ heißt das Konzept. Es gibt ein paar Impulse und Ideen was man tun könnte. Wer Bock hat macht mit. Wenn nicht, genießt man einfach Deich, Leuchtturm, Wind, Wetter … Ich liefere ein paar Bilder nach!

Tl;dr

2014 war ein tolles Jahr. Ich bin tollen Menschen an tollen Orten begegnet und hab mit einigen von ihnen leckere Gerichte gegessen. Ein Blick in mein Instagram-Profil zeigt die Vielfalt! Nicht alles war einfach aber man beißt sich durch und wächst an den Herausforderungen. 2015 ich bin gespannt auf dich! Auf das du mindestens genauso gut wirst!